Wir können jeden Tag unzählige Entscheidungen treffen. Dabei unterscheiden wir kleinere Entscheidungen und Entscheidungen mit großer Tragweite. Meist nehmen wir uns für letztere mehr Zeit; Zeit, die für uns „richtige“ Entscheidung zu treffen. Aber gibt es das überhaupt – die „richtige Entscheidung“? Um das herauszufinden, müssten wir die Auswirkungen aller Alternativen, die in der Zukunft liegen, rückblickend beurteilen. Dies ist uns im Allgemeinen nicht möglich. Vielleicht funktioniert das bald mit weiterer Entwicklung der Quantenphysik – bis dahin müssen wir uns anderer Methoden bedienen.

Die „richtige“ Entscheidung treffen

Im Umfeld der geschäftlichen Entscheidungen wurde in einigen Studien nachgewiesen, dass „erfolgreiche“ Entscheidungen sehr häufig begleitet wurden von glücklichen Umständen. Das mag sich jetzt für erfolgreiche Manager komisch anhören, aber ja, Glück gehört mit zum Erfolg. Und da wir nicht nachprüfen können, ob eine alternative Entscheidung bei gleichen Rahmenbedingungen zum gleichen Erfolg geführt hätte, ist es auch nicht notwendig, nach der perfekten Methode für die beste Entscheidungsfindung zu suchen. Umso wichtiger ist es, Entscheidungen auch zu treffen und sich auf einen Weg festlegen zu können

„Entscheidertypen“

Es unterschiedliche Typen von Entscheidern. Manchen fällt es sehr leicht, Entscheidung zu treffen, egal, ob es sich um kleine oder große Entscheidung handelt, ob es aus einem bekannten oder unbekannten Umfeld ist. Anderen fällt das nicht so leicht; sie fühlen sich bei der Entscheidungsfindung sicherer in Bereichen, in denen sie täglich, aus ihrer Sicht erfolgreich, Entscheidungen treffen. Kommt aber ein neues Thema auf sie zu, kann es sein, dass sie Schwierigkeiten haben, sich festzulegen. Es gibt auch Personen, für die jede Entscheidung eine echte Herausforderung ist. Vor allen Dingen, wenn die Auswahl immer größer wird.

Verstand, Bauch oder Herz?

Die einen sagen, wenn sie die Fakten kennen und logisch darüber nachdenken, also mit dem Verstand an die Fragestellung herangehen, dann gibt es berechenbare Lösungen. Die anderen vertrauen grundsätzlich nur auf ihr Bauchgefühl, ihre Intuition. Wenn man einmal genau hinsieht, dann ist dieses Bauchgefühl auch eher eine Entscheidung, die auf gesammelten Fakten beruht. Nur sind diese Fakten nicht im direkten Zugriff des Verstandes. Sie speisen sich aus den Erfahrungen und Erinnerungen, die wir in unserem Unterbewussten abgespeichert haben, unserem inneren Wissensschatz. Eine dritte Gruppe folgt eher ihrem Herzen. Für sie ist nur dann eine Entscheidung richtig, wenn sie voll und ganz mit ihrem Gefühl und dem Herzen dabei sind.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn ich bei einer Fragestellung sowohl von meinem Verstand als auch von meinem Herzen und meiner Intuition in dieselbe Richtung gelenkt werde. Dann kann ich dieser Richtung auf jeden Fall vertrauen. Was mache ich aber, wenn mir alle drei etwas anderes sagen? Natürlich hängt dies von der jeweiligen Fragestellung ab. Je einfacher es mir fällt, grundsätzlich Entscheidung zu treffen, desto einfacher kann ich mich für eine der Varianten entscheiden. Wenn ich immer gut mit meiner logischen Entscheidung gefahren bin, dann werde ich diesen Weg wählen. Wenn mein Bauchgefühl mich in der Vergangenheit gut angeleitet hat, dann kann ich auch hier auf eine solide Basis vertrauen. Und wenn ich grundsätzlich meinem Herzen folge, habe ich auch eine klare Richtung.

Wenn ich eher zurückhaltend bei meinen Entscheidungen bin, dann stellt mich dies vor eine große Herausforderung. In diesem Fall kann man sich jedoch Hilfe von außen holen.; aus der Familie, den Freundes- oder Kollegenkreis oder von anderen Personen, denen man vertraut. Oft kommt man in diesem Dialog zu einer Lösung, zu der man auch aus seinem Innersten heraus ja sagen kann.

Techniken, wie man schneller, einfacher oder besser zu Entscheidung kommen kann, gibt es viele. Welche zu einem passt, muss man ausprobieren. Seitdem die Wissenschaft die „Weisheit des Unterbewusstseins“ verstärkt aufgedeckt hat, akzeptiere ich meine Intuition, mein Bauchgefühl stärker und richte mich häufiger danach. Probieren auch Sie das einmal aus, wenn sie es vorher noch nicht getan haben.